Schlagwort-Archive: Bodenrente

Mündliche Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts in Sachen „Einheitsbewertung für die Bemessung der Grundsteuer“ am Dienstag, 16. Januar 2018, 10:00 Uhr

Laut Pressemitteilung Nr. 97/2017 vom 15. November 2017

Aktenzeichen: 1 BvL 11/14, 1 BvL 12/14, 1 BvL 1/15, 1 BvR 639/11, 1 BvR 889/12

beabsichtigt der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts  am

Dienstag, 16. Januar 2018, 10:00 Uhr
im Sitzungssaal des Bundesverfassungsgerichts,
Schlossbezirk 3, 76131 Karlsruhe

über drei Richtervorlagen des Bundesfinanzhofs sowie über zwei Verfassungsbeschwerden zur Verfassungsmäßigkeit der Einheitsbewertung zu verhandeln. Ein förmlicher Senatsbeschluss ist hierüber noch nicht gefasst worden.

Einheitswerte für Grundbesitz werden nach den Vorschriften des Bewertungsgesetzes noch heute auf der Grundlage der Wertverhältnisse zum 1. Januar 1964 ermittelt und bilden die Grundlage für die Bemessung der Grundsteuer. Mündliche Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts in Sachen „Einheitsbewertung für die Bemessung der Grundsteuer“ am Dienstag, 16. Januar 2018, 10:00 Uhr weiterlesen

Nachlese Henry-George-Tagung (1. November 2017)

Im Folgenden der Text des Unterstützers der Henry-George-Tagung “Vereinigung ökologische Ökonomie (VÖÖ)

Die Tagung: Henry George – Ökonomischer Wegweiser durch das 21. Jahrhundert fand statt am

1. November 2017,  Berlin-Wedding
Veranstalter: Initiative „Grundsteuer: Zeitgemäß!“.
Unterstützer: Umwelt-Campus Birkenfeld, Stiftung Edith Maryon, VÖÖ.

Am 29. Oktober 2017 jährte sich der Todestag des US-Ökonomen Henry George zum 120. mal. Henry George wurde verschiedentlich als der letzte große klassische Ökonom bezeichnet. Zugleich ist er einer der bedeutendsten, wenn nicht der bedeutendste Bodenreform-Theoretiker überhaupt. Die betreffende Denkschule wird auch „Geoklassik“ genannt. Das Hauptwerk von Henry George, „Fortschritt und Armut“, war seinerzeit über Dekaden hinweg eines der weltweit am meisten gelesenen Bücher und wurde schon bald in mehr als 15 Sprachen übersetzt.
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60. Mündener Gespräche: Bodenreform und Staatsfinanzierung

Nachdem die Krise auf den internationalen Finanzmärkten als Immobilienkrise in den USA begonnen hatte, setzten in Wechselwirkung mit sinkenden Zinsen horrende Bodenpreissteigerungen und eine exorbitante Spekulation mit dem Boden ein. Sie führten zu stark überhöhten Immobilienpreisen und Wohnungsmieten, bis die Blase platzte und die gesamte Weltwirtschaft mit in den Abgrund riss. 60. Mündener Gespräche: Bodenreform und Staatsfinanzierung weiterlesen

Pay for what you get

mit dem Zweiten sieht man besser

über die Notwendigkeit einer Reform der Boden – und Finanzordnung

Prof. Dr. Dirk LöhrUnser nächster Gast in der Reihe “Bausteine einer Neuen Geldordnung” ist der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Dirk Löhr.

  • Löhr ist Professor für Steuerlehre und Ökologische Ökonomik an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld. Als Privatdozent war er zudem an der Ruhr-Universität Bochum tätig.
  • Vizepräsident (Deutschland) der International Union for Land Value Taxation.
  • Vor der Berufung als Professor Kaufmännischer Leiter des Regionalbereichs Mitte/ GB Fernverkehr der Deutsche Bahn AG (Frankfurt a.M.) und Aufsichtsratsmitglied in der DB Dialog GmbH (Schwerin).

Im Juli hatten wir die Diskussion über die Bodenrente begonnen und festgestellt, die öffentliche, vor allem die Geldreformdiskussion, hat hier großen Nachholbedarf. Mit diesem Fachmann in den Themenbereichen Bodenrente, Immobilien, öffentliche Infrastruktur, Steuerrecht wollen wir die Diskussion weiterführen.

Verlauf Kapitalmarktzins
Verlauf Kapitalmarktzins
Verhältnis Arbeits-, Kapitaleinkommen und Bodenrenten
Verhältnis Arbeits-, Kapitaleinkommen und Bodenrenten

Seit Jahren sinken die Kapitalmarktzinsen beständig ab, auf die Verteilung des Volkseinkommens hat sich dies wie folgt niedergeschlagen, wenn man von den drei Faktoren Arbeit, Boden und Kapital ausgeht. Das Bild muss nicht kommentiert werden. Die Entgelte der Faktoren Kapital und Boden werden von der offiziellen Statistik jedoch zusammen mit den – überwiegend arbeitsbezogenen – Selbstständigeneinkommen und Risikoprämien leider in einen Topf geworfen (“Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen”). Dabei wird kräftig umgerührt. Insoweit folgt man einer neoklassischen Tradition der Vernebelung, die nicht zwischen dem unvermehrbaren Land (incl. den Naturgütern) und den von Menschen gemachten Kapitalgütern unterscheidet.Bei den Vermögenseinkünften sieht das Bild noch drastischer aus. Die säkular steigenden Bodenrenten gehen auch in die Unternehmensgewinne mit ein, und werden mit dem immer tieferen Zinssatz diskontiert. Dies führt zu einer immensen Vermögensumverteilung.

Eigentlich könnte man ja auf den Gedanken kommen, dass die Rolle der Bodenrenten endlich einmal intensiver in Deutschland diskutiert werden sollte. Weit gefehlt, die Diskussion ist und bleibt “bodenlos”. Das schließt die sog. “alternative Szene” ein, die insoweit erstaunlich “gemainstreamt” ist. Unter den oben dargestellten Prämissen sind periodisch wieder aufflammenden die Diskussionen um die Einkommens- und Vermögensverteilung leider nur Geisterdiskussionen.
Prof. Dr. Dirk Löhr

Wir möchten hier auf einen weiteren interessanten Beitrag zur Geldschöpfung hinweisen “Geldschöpfung und kein Ende: Robinson und die Eichhörnchen” und die  weiteren Texte von Prof. Dr. Löhr aus seinem Download Bereich.