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Währungsinfrastruktur Teil 3: einfach & fair

 

“So einfach wie möglich, aber nicht einfacher.“

– Albert Einstein

 

Im Rahmen unserer Reihe „Bausteine einer Neuen Geldordnung“ wird Arne Pfeilsticker den 3. Teil seiner Vorschläge zum Aufbau einer von Banken unabhängigen Währungsinfrastruktur vortragen.

Im 3. Teil geht es um die funktionale Architektur der Währungsinfrastruktur. Die heutige Währungsordnung ist das Herzstück unseres derzeitigen Kasino-Kapitalismus und lebt von einer unvorstellbaren Komplexität. Mit immer neuen Tricks versuchen die Zocker im Finanzsektor sich gegenseitig und den Rest der Welt und ohne Rücksicht auf Verluste über den Tisch zu ziehen.

Die Währungsinfrastruktur ist ein Gegenentwurf. Er ist auf die Realwirtschaft zugeschnitten und soll den Menschen dienen. „So einfach wie möglich, aber nicht einfacher“ ist der Leitgedanke für die Gestaltung der Finanzprodukte und Finanzdienstleistungen. Im Ergebnis soll die Komplexität auf deutlich unter 1% der derzeitigen Komplexität gesenkt werden. Der Schlüssel für die geplante Vereinfachung liegt u.a. in einer fairen Gestaltung der Geschäftsprozesse. Bankdienste sind für eine moderne Volkswirtschaft unverzichtbar – und es liegt an uns, sie einfach und fair zu gestalten.

Im 1. Teil wurden die Motive und die Notwendigkeit einer neuen Geldordnung aufgezeigt: Wir müssen selbst aktiv werden, wenn wir die Ausbeutung durch den Finanzsektor stoppen wollen. Es gibt keinen Grund und erst recht keine Rechtfertigung warum der Finanzsektor mit selbstgemachtem Geld seine Rechnungen bezahlen und mit selbstgemachtem Geld Kredite vergeben kann. Und darüber hinaus mit Finanzkrisen enorme Schäden verursacht. Link zum Vortrag: https://youtu.be/QbHbvdQOVyA

Im 2. Teil wurde auf die volkswirtschaftlichen Aufgaben des Bankensektors und die konkreten Finanzprodukte und Finanzdienstleistungen eingegangen.
Link: https://youtu.be/6H02yR250vM

Wie die Währungsinfrastruktur technisch und politisch umgesetzt werden könnte, wird Gegenstand des 4. Vortrags sein. Die technische Architektur ermöglicht eine Umsetzung im Stile Wikipedia – von unten nach oben und getragen von Vielen für Alle.

 

Eintritt frei, Spende erbeten!

“Ist die Deutsche Bank noch zu retten!?” Teil 2

fb_img_1474392473327Nachdem wir in der Bausteineveranstaltung im November über die Geschichte der Deutschen Bank, Lehren daraus und Optionen für Krisenbewältigung diskutiert haben, wollen wir im 2. Teil ein Gesamtkonzept vorstellen, das eine Redaktionsgruppe der Initiative Finanzplatz Frankfurt (IFIF) erarbeitet. Die wichtigsten Bausteine sind:

  1. Welche Bankgeschäfte brauchen wir?
  2. Welche Bankenstrukturen brauchen wir?
  3. Welche Finanzmarktstrukturen brauchen wir?
  4. In welche Geldordnung sind Banken eingebettet?

Eintritt frei, Spende erbeten!

Gastbeitrag : „Der Markt wird es schon regeln“

von Jan Neynaber                           Diplom Kaufmann | MagPol | CEFA | HPPsych.
Früher waren Börsenplätze im Besitz der Banken und Bundesländer. Sogenannte Regionalbörsen. Sinn der Börse: Zur Verfügungstellung eines liquiden Handelsplatzes. Dazu hinterlegen alle an der Börse Handelnden ein Pfand als Sicherheit, womit sie als sichere Handelskontrahenten zugelassen wurden.  Gastbeitrag : „Der Markt wird es schon regeln“ weiterlesen 

Das Finanz­ka­pi­tal – Eine Buchvorstellung

Joseph Patrick, stellt als Co-Autor das Buch “Das Finanzkapital” vor . Lesen Sie hier, was der Leser von dem Buch erwarten darf oder auch nicht erwarten darf:

Das Buch bietet

  • keine Beschwerde über Zocke­rei und kri­mi­nelle Umtriebe der Finanzmafia
  • kei­nen Ein­blick in den All­tag ehr­li­cher Geldhändler
  • weder Unter­gangs­pro­gno­sen noch Zukunfts­per­spek­ti­ven für eine Krisenbranche
  • keine kurz­ge­fasste Bank­lehre oder einen TÜV für die Rat­schläge vom Bankberater
  • keine Rezepte für eine bes­sere staat­li­che Geld– und Finanzpolitik

Das Buch erklärt stattdessen

 

Das Finanz­ka­pi­tal – Eine Buchvorstellung weiterlesen

Helge Peukert im Freitag: Mario, starte den Helikopter

peukert.jpgBis dato war Helikoptergeld ein Tabu, etwa weil die Finanzgroßwirtschaft nicht unmittelbar von ihm profitiert. Einige Ökonomen fragen sich, ob eine Geld verschenkende Institution noch die knapp zu haltende Geldschöpfung unter Kontrolle halten könnte oder nicht vielmehr dem Dammbruch ausgeliefert wäre: Investitionen, die Helikoptergeld verdienten, gibt es viele.

Doch in Zeiten wie diesen ist drohende Inflation, deren Rate die EZB für 2016 mit 0,1 Prozent prognostiziert, nicht das Problem. Ließe sich nicht vielmehr das bisher vergebliche Ringen um die Rettung von Flüchtlingen und die der EU mit Helikoptergeld lösen, mit „QE for the boatpeople“? Man stelle sich vor, die EU-Staaten erhielten es für die Aufnahme eines jeden Flüchtlings. Könnten all die Regierungen in Europa ihren Widerstand gegen eine Quotenregelung gegenüber ihren eigenen Bevölkerungen dann aufrechterhalten? Mario Draghi hat Helikoptergeld nun als „interessantes Konzept“ bezeichnet. Klar ist: Nötige Reformen wie die Begrenzung der Größe von Banken oder eine Finanztransaktionssteuer hätten sich mit Helikoptergeld alles andere als erledigt.”

Im Freitag hat Prof. Dr. Helge Peukert dazu den Artikel
Mario, starte den Helikopter
verfasst.