Die Geldreformbewegungen

Die Neue Geldordnung setzt sich teilweise aus Akteuren der Geldreformbewegungen zusammen, die mit der neuen Geldordnung eine Basis für ihre gemeinsamen Reformvorschläge schaffen wollten. Um einen kleinen Überblick über die verschiedenen Strömungen der Geldreformbewegungen zu geben, skizzieren wir hier die Hauptströmungen und ihre Forderungen. Die Geldreformbewegungen haben alle gemeinsam, dass sie nicht die qualitative Verwendung des Geldes verändern wollen, sondern die quantitative Quelle der Schöpfung des Geldes.

  • Vollgeld: Der Kern unserer Forderungen ist die Hoheit der Geldschöpfung in die öffentliche Hand zu nehmen.
  • Komplementäre Währungen: Regionalgelder setzen eine neue Geldordnung bereits um, und Branchengelder könnten diese Entwicklung auch in Großstädte tragen
  • Freigeld: Die Zinskritik setzt einerseits am Wahnsinn des exponentialen Wachstums an, andererseits an der Sonderstellung des Geldes: Es verliert nicht an Wert, wie die anderen Waren. Mit einer Umlaufsicherung soll der Hortung des Geldes und der überbordernden Finanzkapitalakkumulation entgegen gewirkt werden.
  • Warengeld: Kritisiert wird die Loslösung des Geldes von der Deckung mit Waren, hauptsächlich Gold. Tatsächlich hat die Auflösung vom Goldstandard 1973 einen stark anwachsenden Finanzsektor als Folge gehabt.
  • Geldgipfel: Der von der GLS erstmals 2014 veranstaltete Geldgipfel bot die Auftaktveranstaltung für die nun eingeleitete Geldwende. Hier trafen sich Akteure der Geldreformbewegungen und beratschlagten über die Zukunft des Geldsystems, Bildung, Gesellschaftsentwürfe und andere Aspekte der Geldwende

Die Neue Geldordnung möchte gerne einen gemeinsamen Rahmen für die Geldreformbewegungen bieten und lädt deshalb alle Beteiligten und Interessenten ein, gemeinsam zu gestalten und zu denken.

Wege und Ziele einer Geldreformbewegung