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mit dem Zweiten sieht man besser

über die Notwendigkeit einer Reform der Boden – und Finanzordnung

Prof. Dr. Dirk LöhrUnser nächster Gast in der Reihe “Bausteine einer Neuen Geldordnung” ist der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Dirk Löhr.

  • Löhr ist Professor für Steuerlehre und Ökologische Ökonomik an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld. Als Privatdozent war er zudem an der Ruhr-Universität Bochum tätig.
  • Vizepräsident (Deutschland) der International Union for Land Value Taxation.
  • Vor der Berufung als Professor Kaufmännischer Leiter des Regionalbereichs Mitte/ GB Fernverkehr der Deutsche Bahn AG (Frankfurt a.M.) und Aufsichtsratsmitglied in der DB Dialog GmbH (Schwerin).

Im Juli hatten wir die Diskussion über die Bodenrente begonnen und festgestellt, die öffentliche, vor allem die Geldreformdiskussion, hat hier großen Nachholbedarf. Mit diesem Fachmann in den Themenbereichen Bodenrente, Immobilien, öffentliche Infrastruktur, Steuerrecht wollen wir die Diskussion weiterführen.

Verlauf Kapitalmarktzins
Verlauf Kapitalmarktzins
Verhältnis Arbeits-, Kapitaleinkommen und Bodenrenten
Verhältnis Arbeits-, Kapitaleinkommen und Bodenrenten

Seit Jahren sinken die Kapitalmarktzinsen beständig ab, auf die Verteilung des Volkseinkommens hat sich dies wie folgt niedergeschlagen, wenn man von den drei Faktoren Arbeit, Boden und Kapital ausgeht. Das Bild muss nicht kommentiert werden. Die Entgelte der Faktoren Kapital und Boden werden von der offiziellen Statistik jedoch zusammen mit den – überwiegend arbeitsbezogenen – Selbstständigeneinkommen und Risikoprämien leider in einen Topf geworfen (“Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen”). Dabei wird kräftig umgerührt. Insoweit folgt man einer neoklassischen Tradition der Vernebelung, die nicht zwischen dem unvermehrbaren Land (incl. den Naturgütern) und den von Menschen gemachten Kapitalgütern unterscheidet.Bei den Vermögenseinkünften sieht das Bild noch drastischer aus. Die säkular steigenden Bodenrenten gehen auch in die Unternehmensgewinne mit ein, und werden mit dem immer tieferen Zinssatz diskontiert. Dies führt zu einer immensen Vermögensumverteilung.

Eigentlich könnte man ja auf den Gedanken kommen, dass die Rolle der Bodenrenten endlich einmal intensiver in Deutschland diskutiert werden sollte. Weit gefehlt, die Diskussion ist und bleibt “bodenlos”. Das schließt die sog. “alternative Szene” ein, die insoweit erstaunlich “gemainstreamt” ist. Unter den oben dargestellten Prämissen sind periodisch wieder aufflammenden die Diskussionen um die Einkommens- und Vermögensverteilung leider nur Geisterdiskussionen.
Prof. Dr. Dirk Löhr

Wir möchten hier auf einen weiteren interessanten Beitrag zur Geldschöpfung hinweisen “Geldschöpfung und kein Ende: Robinson und die Eichhörnchen” und die  weiteren Texte von Prof. Dr. Löhr aus seinem Download Bereich.

Für das Recht auf Bargeld

Grundrecht auf Informationelle Selbstbestimmung auch beim Geld

Am 4.9.2015 hat die Initiative Neue Geldordnung in Cooperation mit der Gruppe die Datenschützer Rhein Main im Saalbau Bornheim eine Veranstaltung zum Thema “Geld der Zukunft -Recht auf Bargeld ” durchgeführt. Hajo Köhn von der Initiative hat über die Themen “Geldschöpfung, Geldformen ,Digitales Geld referiert. Nach intensiver 2stündiger Diskussion war man sich einig die Themen weiter öffentlich zu diskutieren.

– Für informationelle Selbstbestimmung auch beim Geld.
– Recht auf Bargeld Für das Recht auf Bargeld weiterlesen

2. pluralistische Ergänzungsveranstaltung zur Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik

wir empfehlen die Ergänzungsveranstaltung des Netzwerks plurale Ökonomik zur Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik.

Zur traditionsreichen Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik wird in diesem Jahr erneut eine pluralistische Ergänzungsveranstaltung  stattfinden. Die vom Netzwerk Plurale Ökonomik organisierte Tagung schließt inhaltlich an die 1. pluralistische Ergänzungs-veranstaltung von 2012 in Göttingen an. Sie soll erneut einen erweiterten Raum bieten, sich über das gesamte Spektrum sozio-ökonomischer Forschung in all ihren Facetten auszutauschen.

Alle ÖkonomInnen, gleich welcher Theorieschule zugehörig, sind herzlich willkommen – besonders alle Kollegen, die sich selbst eher dem „Mainstream“ zuordnen würde. Eingeladen ist auch die interessierte Öffentlichkeit.

Für die Organisation der Ergänzungveranstaltung sind Helge Peukert und Christoph Freydorf verantwortlich.

Handelsblatt Redakteur Norbert Häring wird regelmässig über die Tagung berichten und interessant ist seine Vorschau.

Einschätzung und Lösungsvorschläge zu Griechenland

Autor: Prof. Dr. Dr. Helge Peukert

Die Vereinbarungen der griechischen Regierung mit der Ex-Troika sind eine Katastrophe für alle Beteiligte, v.a. aber für Griechenland und das aktuelle Leid vieler Griechen und die bisherige soziale Schieflage des Ausbadens der Krisenkosten kaum berücksichtigt wurden. Einschätzung und Lösungsvorschläge zu Griechenland weiterlesen

Geld und Schuld

Eine ökonomische Theorie der Gesellschaft

von Raimund Dietz

Geld und Schuld
Eine ökonomische Theorie der Gesellschaft

Gesellschaft entsteht durch Geld. Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts.
Geld ist eines der großen Tabus. Je mehr wir es verdrängen, desto mehr beherrscht es uns.
Jeder benutzt Geld, keiner weiß, was es ist.
Wer wissen will, was Geld ist, muss sich von traditionellen Weltbildern verabschieden.
Geldwirtschaft ist Schuldenwirtschaft. Schulden helfen jetzt, belasten aber später. Der richtige Umgang mit Schulden muss erst noch erlernt werden.

Raimund Dietz spannt in seinem neuen Buch den Bogen von einfachen Grundvorgängen des Gebens und Nehmens, Ausgleichens und Schuldenmachens bis zur heutigen Finanzkrise als Überschuldungskrise und bereitet uns gedanklich auf eine nachhaltige Geldordnung vor.
Das Buch setzt sich kritisch mit der Wirtschaftstheorie (im Kern eine Theorie ohne Geld) auseinander, gibt Geld den Platz, der ihm gebührt, und entwirft eine Theorie der modernen Bürgergesellschaft.
Dr. Raimund Dietz – Ökonom, Coach und Berater, Geldphilosoph hat sich als Prognostiker vielfach bewährt. Schon Anfang der achtziger Jahre sagte er den Untergang des sowjetischen Sozialismus voraus. 1990 schätzte er die Kosten der deutschen Wiedervereinigung korrekt ein. 2006 schrieb er eine Studie über die bevorstehende Finanzkrise.

4., überarbeitete Auflage 2015
438 Seiten • Sach- und Personenregister
ISBN 978-3-7316-1143-1 • DE € 29,80 AT € 30,70
erhältlich beim Metropolis-Verlag

Wege und Ziele einer Geldreformbewegung