4. Frankfurter Geldkongress

wir empfehlen die Teilnahme

am 18. April in Frankfurt/M., an der Universität

geldkongress_frankfurt_signetDer 4. Frankfurter Geldkongress findet am Samstag, 18. April 2015, in der Zeit von 9 bis 17 Uhr in der Johann Wolfgang Goethe-Universität (Campus Westend) in Frankfurt statt.

Der Frankfurter Geldkongress widmet sich den unzähligen Hintergründen, weshalb die Finanzkrise noch immer ungelöst ist – und nur nachhaltig gelöst werden kann, wenn Bürgerinnen und Bürger sich mehr engagieren. Mit Hajo Köhn und Helge Peukert sitzen zwei Vertreter der Initiative Neue Geldordnung mit auf dem Podium.

Initiatoren des Geldkongresses sind die Vereine VOTUM und Mehr Demokratie. Votum tritt für einen basisdemokratischen Gesetzgebungsprozess und organisiert dazu notwendige Veranstaltungen.
Der Verein Mehr Demokratie e. V. mit bundesweit fast 7000 Mitgliedern setzt sich seit über 15 Jahren für die Volksabstimmung auf Bundesebene ein.

Mehr zum Geld-Kongress und zur Anmeldung gibt es hier …
Flyer Geld-Kongress

insbesondere möchten wir auf den Vortrag “Die Bedeutung einer Geldreformbewegung” von Hajo Köhn hinweisen.

Geld und Schuld

Dr. Raimund Dietz – am 13. April im Club Voltaire

Dietz_FotoIn der Bausteine-Reihe der Initiative Neue Geldordnung (NGO) ist an diesem Abend der “Geldphilosoph” Raimund Dietz aus Wien zu Gast. Geld, sagt Dietz, sei eines der großen Tabus. Je mehr wir Geld verdrängen, desto mehr beherrscht es uns. Nicht Geld ist allerdings ein Desaster, wie uns eine Jahrtausend alte Tradition lehren möchte, sondern die Anschauungen darüber. Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts. Geld macht frei. Geld vergesellschaftet. Wo Geld fließt, fließt kein Blut. Geld setzt die Welt auf einen dynamischen Pfad. Um mit ihm umzugehen, muss man sich ihm stellen und wissen, was es tut. Wer es als Gleitmittel der Wirtschaft denunziert, rutscht auf ihm aus.

Die Zivilisation richtet sich an Geld auf. Geldgesellschaften sind offene Systeme, die eine innere Ordnung besitzen. Diese gilt es zu erkennen und einzuhalten. Das heutige Finanzsystem höhlt diese Ordnung systematisch aus. Der Rubikon ist überschritten, die Ungleichgewichtslagen verstärken sich systemimmanent. Die große Reinigungskrise steht erst bevor. Der Übergang zu einer nachhaltigen Geldordnung ist gedanklich vorzubereiten.

Diese Veranstaltung in unserem Kalender.

Club Voltaire (S-Bahn “Hauptwache”), 13. April, 19.30 Uhr.

Artikel von Raimund Dietz “Aus der Schuldenfalle – Übergang zu Vollgeld …”

Master of the Universe

Film und Diskussion mit Rainer Voss
am 2. März

In der NGO-Bausteine-Reihe zeigt die Initiative Neue Geldordnung im Club Voltaire den Film “Master of the Universe”. Mit dabei ist der Protagonist des Films, der ehemalige Investment-Banker Rainer Voss, der nach der Filmvorführung mit den Gästen über den Film und seine Biographie diskutiert. Voss erzählt dabei aus eigener Anschauung, wie es in der glitzernden Finanzwelt zugeht, er berichtet von all ihren Abgründen, Skrupellosigkeiten und quasi-religiösen Gesetzmäßigkeiten.

Club Voltaire (S-Bahn “Hauptwache”), 2. März, 19.30 Uhr.

Erreger – ein Trader in Quarantäne

Theaterstück

Das Theater Willy Praml zeigt am 14. und 21. Februar, jeweils um 20 Uhr, erneut das Theaterstück “Erreger – ein Trader in Quarantäne”.erreger

Sind Börsianer gut oder böse? – Oder sind Börsianer Menschen wie du und ich? Was sagt das Theater dazu? Albert Ostermaiers Text, den er im Jahr 2000, weit vor dem tatsächlichen Ausbruch der Bankenkrise visioniert hat, ist der manische Monolog eines Mannes, der den totalen Zusammenbruch erleidet. Im Verdacht, von einem unbekannten Virus befallen zu sein, wird im Strom von Sätzen und Erinnerungen das Portrait eines zeitgenössischen Antihelden entworfen.

Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Experten des Bankengeschäfts zu Fragen der Geldwirtschaft, dem Hintergrund von Bankenkrisen und möglichen Alternativen. Am 14. Februar ist Josef Schnitzbauer, Regionalleiter der GLS Bank in Frankfurt und Mitglied im Frankfurter Fair Finance Network zu Gast.

Bei der Aufführung am 21. Februar diskutiert Rainer Voss, ehemaliger Investment-Banker und Protagonist im Film “Master of the Universe” im Anschluss an das Theaterstück mit dem Publikum. An beiden Abenden mit dabei ist der Regisseur und Theaterleiter Willy Praml. Ebenfalls an beiden Abenden mit dabei ist Hajo Köhn von der Initiative Neue Geldordnung, die zusammen mit dem Theater Willy Praml die Podiumsdiskussionen konzipiert und organisiert hat.

Für beide Aufführungen gibt es hier Online-Tickets

Weitere Information kompakt als Handzettel

Umbau von Geldordnung und Finanzmarkt

im Gespräch mit Prof. Helge Peukert

Ein Abend im Rahmen der NGO-Bausteine-Reihe mit Helge Peukert – 2. Februar, Club Voltaire

Dr. Dr. Helge Peukert ist außerplanmäßiger Professor am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft und FinanzsoziolFoto Peukertogie an der Universität Erfurt. Neben der Ökonomie des öffentlichen Sektors befasst er sich als heterodoxer Ökonom auch mit der Geschichte des ökonomischen Denkens, Wirtschaftsgeschichte und den Grenzen des Wachstums. In “Die große Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise” (Metropolis, 5. Aufl. 2013) und “Das Moneyfest” (Metropolis, 2. Aufl. 2014) hat er gegenwärtige Krisenerscheinungen analysiert und einige radikale Reformen vorgeschlagen. Er ist u.a. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac und der Monetative und unterstützt die Frankfurter „Initiative Neue Geldordnung“ (NGO).

Dieser Bausteine-Abend wird anders verlaufen als normale Vortragsabende: Wir werden die folgenden Themen in der Gesamtgruppe diskutieren, und unser Referent Dr. Peukert wird moderieren. Seine eigenen Thesen und Erläuterungen fließen dabei inhaltlich mit ein.

Fragenkomplexe

1. Wir beobachten zunehmend verzweifeltere Versuche der herrschenden Institutionen (zur Zeit der EZB mit den Anleihekäufen), die Folgen der schwelenden Euro-, Finanz- und Wirtschaftskrise in den Griff zu bekommen. Wie sind vor diesem Hintergrund die jüngsten Maßnahmen der EZB einzuordnen? Ist eine echte Lösung der Krise auf dem durch die Troika eingeschlagenen Weg überhaupt denkbar? Welche Bedeutung haben die jüngsten politischen Entwicklungen in Südeuropa (insb. Griechenland, bald auch Spanien?) auf die herrschende Gesamtstrategie? Welche wirtschaftspolitischen Alternativen hätten Regierungen, die den Austeritätskurs ablehnen, im Euro-Raum oder in der Nicht-Euro-EU?

2. Was sind die zentralen Webfehler der heutigen Geldordnung? Welche Korrekturen wären notwendig? Nehmen wir an, sie wären durchgeführt: Würde das reichen, oder welche Korrekturen wären darüber hinaus in der Wirtschaftsordnung nötig – z.B. im Finanzsektor, in der Realwirtschaft oder bei der Staatsfinanzierung?

3. Wer repräsentiert den potenziellen Kern einer Geldreformbewegung? Welches wären ihre möglichen Forderungen, auf die sie sich verständigen könnte und die politische Wirksamkeit erzielen könnten? Welche Bündnisangebote könnte eine solche Geldreformbewegung an „benachbarte“ Bewegungen (z.B. Sozialproteste, Anti-TTIP, Ökobewegung) hinein machen?

Die konkreten Forderungen von Helge Peukert sind hier nachzulesen …

Wege und Ziele einer Geldreformbewegung