Helge Peukert im Freitag: Mario, starte den Helikopter

peukert.jpgBis dato war Helikoptergeld ein Tabu, etwa weil die Finanzgroßwirtschaft nicht unmittelbar von ihm profitiert. Einige Ökonomen fragen sich, ob eine Geld verschenkende Institution noch die knapp zu haltende Geldschöpfung unter Kontrolle halten könnte oder nicht vielmehr dem Dammbruch ausgeliefert wäre: Investitionen, die Helikoptergeld verdienten, gibt es viele.

Doch in Zeiten wie diesen ist drohende Inflation, deren Rate die EZB für 2016 mit 0,1 Prozent prognostiziert, nicht das Problem. Ließe sich nicht vielmehr das bisher vergebliche Ringen um die Rettung von Flüchtlingen und die der EU mit Helikoptergeld lösen, mit „QE for the boatpeople“? Man stelle sich vor, die EU-Staaten erhielten es für die Aufnahme eines jeden Flüchtlings. Könnten all die Regierungen in Europa ihren Widerstand gegen eine Quotenregelung gegenüber ihren eigenen Bevölkerungen dann aufrechterhalten? Mario Draghi hat Helikoptergeld nun als „interessantes Konzept“ bezeichnet. Klar ist: Nötige Reformen wie die Begrenzung der Größe von Banken oder eine Finanztransaktionssteuer hätten sich mit Helikoptergeld alles andere als erledigt.”

Im Freitag hat Prof. Dr. Helge Peukert dazu den Artikel
Mario, starte den Helikopter
verfasst.

Stell dir vor die nächste Finanzkrise bricht aus

und fast alle freuen sich darauf.

Eine neue Geldordnung kommt nicht von alleine. – Wir alle, die Änderungen wollen, müssen diese Idee aktiv vorantreiben.

Hajo Köhn wird auf der kommenden Veranstaltung einen Überblick über die Reihe “Bausteine einer Neuen Geldordnung” geben und weitere Projekte vorstellen. Stell dir vor die nächste Finanzkrise bricht aus weiterlesen

Der „Erfolg“ der AfD – Zufall? Überraschend?

Die AfD startete ursprünglich als wirtschaftskritische Partei, die sich mit der Kritik über das vorherrschende Banken- und Währungssystem profilierte (bevor es von Rechtsextremen wie Gauland, von Storch und Petry gekapert wurde). Und jeder in der Zivilgesellschaft wusste instinktiv nach den dreistelligen Milliardenhilfen zur Rettung genau der Banken, die die Krisen verursachten, mit den schwerverdienten Steuergeldern der Arbeiter- und Mittelschicht, dass was faul war mit unserem Banken-, Währungs-, Geld- und Finanzsystem.
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Neuer Masterstudiengang “Plurale Ökonomik”

Plurale Ökonomik

ab Wintersemester 2016/17 wird die Universität Siegen den Masterstudiengang Plurale Ökonomik anbieten.

Plurale Ökonomik diskutiert und untersucht wirtschaftliche Phänomene mit einer Vielzahl unterschiedlicher Ansätze und zeichnet sich durch den Diskurs alternativer Denktraditionen aus.

Der Studiengang Plurale Ökonomik zielt auf Studierende, die ihr eigenes ökonomisches Verständnis kritisch reflektieren und gewohnte Denkwege verlassen wollen. Der Studiengang bietet zwei Spezialisierungen: Politische Ökonomie sowie Management und Führung.

Rede zur Ausstellungseröffnung über Wilhelm Röpke

Rede zur Ausstellungseröffnung zum Leben und Werk Wilhelm Röpkes zu seinem 50. Todestag am 12.2.2016 in der Universitätsbibliothek Marburg

Der Volkswirt und Sozialphilosoph Wilhelm Röpke wurde am 10. Oktober 1899 im damals bäuerlichen Schwarmstedt bei Hannover geboren. Er starb am 12.2.1966 in Cologny-Genf in der Schweiz. In diesen Tagen liegt sein 50. Todestag. Vor allem mit seiner Trilogie “Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart” (1942), “Civitas Humana” (1944) und “Internationale Ordnung” (1945) beeinflusste er über mehrere Jahrzehnte die (inter)nationale wirtschafts- und gesellschaftspolitische Diskussion und insbesondere deutsche Nachkriegspolitiker nachhaltig, unter ihnen L. Erhard. Dieser kurze Beitrag soll insbesondere Röpke als homo politicus und die politisch- moralische Dimension seines Denkens behandeln. Rede zur Ausstellungseröffnung über Wilhelm Röpke weiterlesen

Wege und Ziele einer Geldreformbewegung