2. pluralistische Ergänzungsveranstaltung zur Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik

wir empfehlen die Ergänzungsveranstaltung des Netzwerks plurale Ökonomik zur Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik.

Zur traditionsreichen Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik wird in diesem Jahr erneut eine pluralistische Ergänzungsveranstaltung  stattfinden. Die vom Netzwerk Plurale Ökonomik organisierte Tagung schließt inhaltlich an die 1. pluralistische Ergänzungs-veranstaltung von 2012 in Göttingen an. Sie soll erneut einen erweiterten Raum bieten, sich über das gesamte Spektrum sozio-ökonomischer Forschung in all ihren Facetten auszutauschen.

Alle ÖkonomInnen, gleich welcher Theorieschule zugehörig, sind herzlich willkommen – besonders alle Kollegen, die sich selbst eher dem „Mainstream“ zuordnen würde. Eingeladen ist auch die interessierte Öffentlichkeit.

Für die Organisation der Ergänzungveranstaltung sind Helge Peukert und Christoph Freydorf verantwortlich.

Handelsblatt Redakteur Norbert Häring wird regelmässig über die Tagung berichten und interessant ist seine Vorschau.

Einschätzung und Lösungsvorschläge zu Griechenland

Autor: Prof. Dr. Dr. Helge Peukert

Die Vereinbarungen der griechischen Regierung mit der Ex-Troika sind eine Katastrophe für alle Beteiligte, v.a. aber für Griechenland und das aktuelle Leid vieler Griechen und die bisherige soziale Schieflage des Ausbadens der Krisenkosten kaum berücksichtigt wurden. Einschätzung und Lösungsvorschläge zu Griechenland weiterlesen

Geld und Schuld

Eine ökonomische Theorie der Gesellschaft

von Raimund Dietz

Geld und Schuld
Eine ökonomische Theorie der Gesellschaft

Gesellschaft entsteht durch Geld. Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts.
Geld ist eines der großen Tabus. Je mehr wir es verdrängen, desto mehr beherrscht es uns.
Jeder benutzt Geld, keiner weiß, was es ist.
Wer wissen will, was Geld ist, muss sich von traditionellen Weltbildern verabschieden.
Geldwirtschaft ist Schuldenwirtschaft. Schulden helfen jetzt, belasten aber später. Der richtige Umgang mit Schulden muss erst noch erlernt werden.

Raimund Dietz spannt in seinem neuen Buch den Bogen von einfachen Grundvorgängen des Gebens und Nehmens, Ausgleichens und Schuldenmachens bis zur heutigen Finanzkrise als Überschuldungskrise und bereitet uns gedanklich auf eine nachhaltige Geldordnung vor.
Das Buch setzt sich kritisch mit der Wirtschaftstheorie (im Kern eine Theorie ohne Geld) auseinander, gibt Geld den Platz, der ihm gebührt, und entwirft eine Theorie der modernen Bürgergesellschaft.
Dr. Raimund Dietz – Ökonom, Coach und Berater, Geldphilosoph hat sich als Prognostiker vielfach bewährt. Schon Anfang der achtziger Jahre sagte er den Untergang des sowjetischen Sozialismus voraus. 1990 schätzte er die Kosten der deutschen Wiedervereinigung korrekt ein. 2006 schrieb er eine Studie über die bevorstehende Finanzkrise.

4., überarbeitete Auflage 2015
438 Seiten • Sach- und Personenregister
ISBN 978-3-7316-1143-1 • DE € 29,80 AT € 30,70
erhältlich beim Metropolis-Verlag

Zehn Thesen zur Interdependenz von Fiskal-, Geld- und Bodenpolitik

Anmerkung der Redaktion: Auf unserer Veranstaltung Bausteine einer Neuen Geldordnung haben wir mit David Kapfer über die Rolle des Bodenwertes diskutiert. Wir waren uns schnell darüber im Klaren, dass zu diesem Thema noch viel Klärungsbedarf herrscht. Im folgenden seine 10 Thesen dazu:

Zehn Thesen zur Interdependenz von Fiskal-, Geld- und Bodenpolitik weiterlesen

Bedeutung des Bodenwerts

Unser nächster Gast in der Reihe Bausteine einer Neuen Geldordnung ist:

David KapferDavid Kapfer: Wirtschaftsingenieur und Studium der politischen Wissenschaften, Gastwissenschaftler am Mercator Research Institute for Global Commons and Climate Change.

Er hat durch langjährige Befassung etliche Facetten der Geldreform-Bewegung kennen gelernt (Zeitgeld, Regionalgeld, Vollgeld, Schwundgeld, Zinskritik), hat sich mit der Begründung und Finanzierung von Grundsicherungsmodellen befasst (ökologisches Grundeinkommen (GE), bedingungsloses GE, ressourcenbasiertes GE, einkommensteuerbasiertes GE) und forscht derzeit zur Auswirkung verschiedener Steuerformen auf die Bodenwert- und –nutzungsentwicklung (Einkommenssteuern auf Arbeit, Mehrwertsteuern, Gewerbesteuern, Transaktionssteuern, Vermögenssteuern, ökolog. Verbrauchssteuern).

Sein Ziel ist es nicht, einen Lösungskatalog für alle Probleme zu präsentieren, sondern für die Interdependenz der verschiedenen Themenkreise zu sensibilisieren und dazu weiterführende Forschungsansätze und -perspektiven aufzuzeigen.

Ausgehend von der Perspektive der Bodenwert- und -nutzungsentwicklung und der Bedeutung des Bodenwerts für diverse gesellschaftliche Themenkreise wollen wir mit Ihnen folgende Fragen diskutieren, die in die Themenkreise Geldordnung, Steuerordnung und Grundsicherungssystem fallen:

  • sind die Ansätze des ökonomischen Mainstreams hinreichend, um zu erklären, wie sich die gegenwärtig dominierende Geld- und Fiskalpolitik (Quantitative Easing, Nullzinspolitik, fiskalische Austerität) verteilungspolitisch und ökonomisch auswirkt?
  • Was ist die Bedeutung von Boden- oder Standortwerten dazu und wie wirkt sich die Verknappung verfügbaren Bodens durch die Roadmap2050 aus ?
  • Ist eine Mitpreisbremse eine adäquate Antwort ?
  • Wie müsste ein Vollgeld aus der Perspektive der Bodenwertforschung beschaffen sein?
  • Wie lösen wir das Staatsverschuldungsproblem? Mittels höherer Einkommens- oder Mehrwertsteuern und härterer Strafen für Steuervermeidung (Modell Griechenland)?
  • Oder sind Transaktionssteuern wie die Tobin-Steuer und Grunderwerbssteuern eine Lösung?
  • Oder durch intelligente Verknüpfung von jährlichen Vermögenssteuern durch Staatsinvestition geschaffenen Werten (z.B. Standortwerte) und ökologischen Pigou-Verbrauchssteuern mit einem privaten Konsum und Investitionen förderndem Grundeinkommen?
  • Was gibt es für Ansätze dieses zu finanzieren und zu gestalten und wie wirken sie aus ökonomischer Perspektive?

Es gibt viel zu Diskutieren … gehen wir es an !

( Eintritt frei — Spenden erbeten )

Wege und Ziele einer Geldreformbewegung