Archiv der Kategorie: Neue Geldordnung NGO

10 Jahre nach Lehman – ein Streifzug durch die Finanzwelt mit dem heterodoxen Ökonomen Helge Peukert

Ein Interview auf Initiative des Berliner Wirtschaftsjournalisten Thomas Trares, der auch die Fragen stellte. Es erscheint am 15.9. auf den „Nachdenkseiten“.

Am 15. September jährt sich die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers bereits zum zehnten Mal. Es kam zur „Kernschmelze“ im Finanzsystem, Rettungsschirme wurden aufgespannt, milliardenschwere Konjunkturprogramme beschlossen, Banken waren plötzlich „too big to fail“ und wurden reihenweise für „systemrelevant“ erklärt.

Herr Peukert, Sie haben in ihrem Buch „Die große Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise“ die Lehman-Pleite und die Geschehnisse danach aufgearbeitet. Die Regierenden versprachen uns damals „kein Markt, kein Produkt, kein Akteur sollen künftig unreguliert bleiben“. Wie sieht heute ihr Fazit aus? Können Sie den Satz so unterschreiben? Kann man sagen „Auftrag erfüllt“? 10 Jahre nach Lehman – ein Streifzug durch die Finanzwelt mit dem heterodoxen Ökonomen Helge Peukert weiterlesen

Die Hessenwahl und die politische Verantwortung für den Finanzplatz Frankfurt

10 Jahre nach der Finanzkrise – und die Gefahr einer neuen und noch größeren Finanzkrise wächst weiter von Tag zu Tag, weil u.a.das Volumen von Derivaten ungehemmt zunimmt und wirksame Regulierungsmaßnahmen auf sich warten lassen. Der unregulierte OTC-Markt (außerbörslich) wächst im Vergleich zum regulierten börslichen Markt. Die Börse Frankfurt ist ein bedeutender Handelsplatz für Derivate, dabei kommt dem Hochfrequenzhandel eine besondere Bedeutung zu.

Das hessische  Wirtschaftsministerium ist verantwortlich für die Börsenaufsicht, die durch das Börsengesetz geregelt wird. Eine Maßnahme zur Regulierung  des Derivatehandels wäre z.B. die Einführung einer Transaktionssteuer und die Einführung einer Mindesthaltedauer beim Hochfrequenzhandel von Aktien, was von vielen Wirtschaftsexperten gefordert wird, um das rasante Wachstum der Derivate zu verlangsamen, wozu sich die Politik aber aus verschiedensten “Gründen” bisher nicht entschließen konnte und stattdessen darauf setzt, dass “die Frösche den Sumpf trocken legen”.

Immer wieder erstaunlich ist, dass keine für den Landtag kandidierende Partei sich dieser Verantwortung stellt und entsprechende Vorschläge zur Regulierung vorschlägt und durchsetzt.

 

10 Jahre Finanzkrise – Medien-Dokumentationen

Hier finden Sie eine Zusammenstellung von Links zu TV- Radio-und Zeitungs-Dokumentationen über “10 Jahre Finanzkrise”:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-geheimakte-finanzkrise-110.html

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/finanzkrise-zehn-jahre-100.html

https://www.ndr.de/info/Zehn-Jahre-Finanzkrise,finanzkrise268.html

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-profit-aktuell/audio-serie–jahre-finanzkrise-der-oelpreis-100.html

http://wahlomat.tagesschau.de/multimedia/video/video-447943.html

Der Banker: Master of the universe

Lehman Brothers – Die große Pleite

Wie gefährlich ist die Deutsche Bank?

10 Jahre nach der Finanzkrise: Die Party der Banker geht weiter

 

Zeitungsartikel:

Handelsblatt 14.09.2018

FAZnet 14.09.2018

Capital  14.09.2018

FAZnet  31.07.2018

Derivate

 

Target 2 – Das Dilemma der Leistungsbilanzen

  1. Die Target 2 Salden spiegeln Ungleichgewichte in Leistungsbilanzen zwischen Staaten im EURO-Raum.

2. Ursachen können Exportüberschüsse, Importüberschüsse oder          Kapitalexport sein.

3. Diese Ungleichgewichte ins Gleichgewicht zu bringen ist die
Aufgabe von Fiskal- und Handelspolitik. Target 2 – Das Dilemma der Leistungsbilanzen weiterlesen

Podiumsgespräch: Taking back Control – Zehn Jahre Finanzkrise

Mo 10.9.2018 um 19:0021:00

Haus am Dom, Frankfurt

– Lehman-Crash, Finanzkrise 2008 und die Steuerung des Finanzsystems.

Podiumsgespräch

Die Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers am 15.9.2008 markiert den dramatischen Höhe­punkt der globalen Finanz­krise. Die Bewältigung dieser Krise beschäftigt weiter die Politik. Ist heute das Finanz­system wieder hinreichend reguliert? Ist es nötig, das Finanzsystem nicht nur zu stabilisieren, sondern auch auf gesellschaftliche Ziele auszurichten? Wie könnte dies geschehen?

Mit:

· Dr. Norbert Häring, Wirtschaftsjournalist (Handelsblatt), Frankfurt

· Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ, Wirtschafts­ethiker, Ludwigshafen

· Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanz­dienstleistungsaufsicht, Bonn

· Gerhard Schick, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Mannheim

Moderation:

· Daniel Baumann, Frankfurter Rundschau

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