Alle Beiträge von Prof. Dr. Dr. Helge Peukert

2006 Entfristung der Hochschuldozentur und Ernennung zum Außerplanmäßigen Professor an der Universität ErfurtSeit 2003 Hochschuldozent (C 2) an der Universität ErfurtSeit 2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie an der Universität Erfurt

Rede zur Ausstellungseröffnung über Wilhelm Röpke

Rede zur Ausstellungseröffnung zum Leben und Werk Wilhelm Röpkes zu seinem 50. Todestag am 12.2.2016 in der Universitätsbibliothek Marburg

Der Volkswirt und Sozialphilosoph Wilhelm Röpke wurde am 10. Oktober 1899 im damals bäuerlichen Schwarmstedt bei Hannover geboren. Er starb am 12.2.1966 in Cologny-Genf in der Schweiz. In diesen Tagen liegt sein 50. Todestag. Vor allem mit seiner Trilogie “Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart” (1942), “Civitas Humana” (1944) und “Internationale Ordnung” (1945) beeinflusste er über mehrere Jahrzehnte die (inter)nationale wirtschafts- und gesellschaftspolitische Diskussion und insbesondere deutsche Nachkriegspolitiker nachhaltig, unter ihnen L. Erhard. Dieser kurze Beitrag soll insbesondere Röpke als homo politicus und die politisch- moralische Dimension seines Denkens behandeln. Rede zur Ausstellungseröffnung über Wilhelm Röpke weiterlesen

Die Fed kann im Grunde nur falsch handeln

Hermannus Pfeiffer interviewt Prof. Dr. Dr. Helge Peukert
Taz vom 29.12.2015 Seite 8
Der Wachstumskritiker Helge Peukert hält die von der US-Notenbank eingeleitete Zinswende für egoistisch – und problematisch für Schwellenländer

Hermanus Pfeiffer: Herr Peukert, erstmals seit fast zehn Jahren hat die US-Notenbank Fed den Leitzins erhöht – und damit die Ära der zwei Geschwindigkeiten in der Weltwirtschaft gestartet: Während die Europäische Zentralbank noch stärker aufs Gaspedal drückt, tritt die Fed auf die Bremse. Weil die eigene Wirtschaft wieder brummt?

Helge Peukert: Erst einmal kommt es darauf an, auf welche Daten man schaut. Wir haben in den USA zurzeit tatsächlich 61 Millionen Menschen ohne Arbeit – viel mehr, als die offizielle Arbeitslosenquote von etwa 5 Prozent suggeriert. Und die Industrieproduktion ging zuletzt runter. Geht es der US-Wirtschaft wirklich besser? In der ökonomischen Profession sagen die einen, wie Joseph Stiglitz, die Zinserhöhung komme zu früh, andere, wie deutsche konservative Ökonomen, sie komme zu spät. Meine Meinung: Es ist schwer zu sagen, was der richtige Zinssatz ist.

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John Komlos entwirft eine realitätsbasierte VWL

Eine Rezension von Prof. Dr. Dr. Helge Peukert über das Buch von John Komlos: Ökonomisches Denken nach dem Crash: Einführung in eine realitätsbasierte Volkswirtschaftslehre Metropolis Verlag, 2015.

Ökonomisches Denken nach dem Crash
“Insgesamt stellt das Buch einen angenehm zu lesenden, komplementären Kontrapunkt zu üblichen Lehrbüchern dar. Es ist, im Begriff des Autors ausgedrückt, beste Alltagsökonomie, die sich den Realitäten – auch denen der Finanzkrise und danach – stellt. Der Autor bringt viele Beispiele, er argumentiert undogmatisch und nicht strikt von einer festgefahrenen Schulrichtung aus. Er geht nicht in die tieferen theoretischen Niederungen methodologischer oder modelltheoretischer Ansätze ein, bietet dafür aber ein reichhaltiges Literaturarsenal zur Vertiefung in den Fußnoten. Man kann John Komlos für dieses Geschenk an heutige Studierende nur danken und es nicht nur ihnen sehr empfehlen.” John Komlos entwirft eine realitätsbasierte VWL weiterlesen