Archiv der Kategorie: Neue Geldordnung NGO

Urteil des Bundesfinanzhof zu Attac

Attac: Globalisierungskritisch, aber nicht gemeinnützig

Der Bundesfinanzhof hat Attac die Gemeinnützigkeit aberkannt. Wir betrachten dies als Versuch, kritischen Organisationen die finanzielle Grundlage zu entziehen. Wir befürchten, dass politische Parteien diese Entscheidung als Bestätigung ihrer privilegierten Stellung betrachten.

Die derzeitigen Gesetze geben dem Gericht einen Ermessensspielraum, in dem die Gerichte je nach politisch-gesellschaftlichem Grundverständis die Gemeinnützigkeit bestätigen oder entziehen können. Hier müssen klar definierte gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, damit ein Rechtsanspruch für zivilgesellschaftliches Engagement gesichert ist.

Umso mehr gilt es für alle zivilgesellschaftlichen Organisationen Solidarität zu zeigen. Morgen kann es den Nächsten treffen!

Unter folgendem Link die Stellungnahme von Attac.

Videos zur Buchvorstellung „Schönes neues Geld“ von Norbert Häring

Am 01.10.2018 hat in Kooperation mit dem Club Voltaire eine Veranstaltung der Reihe „Bausteine einer Neuen Geldordnung“ stattgefunden, bei der der bekannte Wirtschaftsjournalist und Blogger Norbert Häring sein neues Buch „Schönes neues Geld“ vorgestellt hat. Moderiert hat den Abend Hajo Köhn (Neue Geldordnung). Der Vortrag und die anschließende Diskussion wurden gefilmt, die Videos können unter folgenden Links angeschaut werden:

Video 1:    Norbert Häring Schönes Neues Geld: Der Vortrag
Video 2:     Norbert Häring Schönes Neues Geld: Die Diskussion

 

Das Buch „Schönes neues Geld“ ist im Campus Verlag erschienen und ist im Buchhandel erhältlich.

10 Jahre nach Lehman – ein Streifzug durch die Finanzwelt mit dem heterodoxen Ökonomen Helge Peukert

Ein Interview auf Initiative des Berliner Wirtschaftsjournalisten Thomas Trares, der auch die Fragen stellte. Es erscheint am 15.9. auf den „Nachdenkseiten“.

Am 15. September jährt sich die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers bereits zum zehnten Mal. Es kam zur „Kernschmelze“ im Finanzsystem, Rettungsschirme wurden aufgespannt, milliardenschwere Konjunkturprogramme beschlossen, Banken waren plötzlich „too big to fail“ und wurden reihenweise für „systemrelevant“ erklärt.

Herr Peukert, Sie haben in ihrem Buch „Die große Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise“ die Lehman-Pleite und die Geschehnisse danach aufgearbeitet. Die Regierenden versprachen uns damals „kein Markt, kein Produkt, kein Akteur sollen künftig unreguliert bleiben“. Wie sieht heute ihr Fazit aus? Können Sie den Satz so unterschreiben? Kann man sagen „Auftrag erfüllt“? 10 Jahre nach Lehman – ein Streifzug durch die Finanzwelt mit dem heterodoxen Ökonomen Helge Peukert weiterlesen

Die Hessenwahl und die politische Verantwortung für den Finanzplatz Frankfurt

10 Jahre nach der Finanzkrise – und die Gefahr einer neuen und noch größeren Finanzkrise wächst weiter von Tag zu Tag, weil u.a.das Volumen von Derivaten ungehemmt zunimmt und wirksame Regulierungsmaßnahmen auf sich warten lassen. Der unregulierte OTC-Markt (außerbörslich) wächst im Vergleich zum regulierten börslichen Markt. Die Börse Frankfurt ist ein bedeutender Handelsplatz für Derivate, dabei kommt dem Hochfrequenzhandel eine besondere Bedeutung zu.

Das hessische  Wirtschaftsministerium ist verantwortlich für die Börsenaufsicht, die durch das Börsengesetz geregelt wird. Eine Maßnahme zur Regulierung  des Derivatehandels wäre z.B. die Einführung einer Transaktionssteuer und die Einführung einer Mindesthaltedauer beim Hochfrequenzhandel von Aktien, was von vielen Wirtschaftsexperten gefordert wird, um das rasante Wachstum der Derivate zu verlangsamen, wozu sich die Politik aber aus verschiedensten „Gründen“ bisher nicht entschließen konnte und stattdessen darauf setzt, dass „die Frösche den Sumpf trocken legen“.

Immer wieder erstaunlich ist, dass keine für den Landtag kandidierende Partei sich dieser Verantwortung stellt und entsprechende Vorschläge zur Regulierung vorschlägt und durchsetzt.