Archiv der Kategorie: Neue Geldordnung NGO


Das neue Facebook-Geld

Vor mittlerweile ein paar Jahren wurden Fintech Start-Ups als die Zukunft der Finanzindustrie aufgebauscht. Sie würden die Banken überflüssig machen. Alles ist jetzt neu, alles digital, es braucht die alten Banken nicht mehr. Außerdem gibt es ja den Bitcoin als neue staatenunabhängige und intermediärfreie Währung.

Dass viele traditionelle Banken, gerade auch im „Technologieland“ Deutschland, in den letzten 20 Jahren ein ineffizientes, nur an kurzfristigen Kosten orientiertes IT-Management betrieben und Fintechs in technischer Hinsicht leichtes Spiel hatten – geschenkt. Dennoch verschwanden die meisten Fintechs wieder, andere wurden von Banken übernommen und nur ein paar wenige wie N26 wuchsen auf eine erfolgversprechende Größe, beantragten dann aber selbst eine Banklizenz. Der Bitcoin sorgt zwar nach wie vor für Schlagzeilen, aber es wird immer klarer, dass er niemals die Währungen auch nur halbwegs funktionsfähiger Staaten ersetzen kann. Nachdem nun also der erste Nebel um den Hype sich gelegt hat, erscheint nun plötzlich doch noch ein Projekt am neuen digitalen Horizont, das in der Tat einen Unterschied machen könnte: Der Libra – Facebooks ambitioniertes Währungsprojekt.


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Presseerklärung von Attac zu: Libra, die neue Weltwährung

wir veröffentlichen die Presseerklärung von Attac als wichtigen Beitrag zur öffentlichen Diskussion über das neue Facebook-Konzept. Wir stimmen in wesentlichen Punkten mit Attac überein:
– keine weitere Privatisierung von Geld
– allgemeiner Zugang zu Zentralbankgeld
– Erhalt des Bargelds
– Recht auf informationelle Selbstbestimmung
– keine weiterer privater Zugang zur Geldschöpfung
– öffentliche Zahlungsverkehrsinfrastruktur.

Pressemitteilung
Attac Deutschland
Frankfurt am Main, 27. Juni 2019

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Urteil des Bundesfinanzhof zu Attac

Attac: Globalisierungskritisch, aber nicht gemeinnützig

Der Bundesfinanzhof hat Attac die Gemeinnützigkeit aberkannt. Wir betrachten dies als Versuch, kritischen Organisationen die finanzielle Grundlage zu entziehen. Wir befürchten, dass politische Parteien diese Entscheidung als Bestätigung ihrer privilegierten Stellung betrachten.

Die derzeitigen Gesetze geben dem Gericht einen Ermessensspielraum, in dem die Gerichte je nach politisch-gesellschaftlichem Grundverständis die Gemeinnützigkeit bestätigen oder entziehen können. Hier müssen klar definierte gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, damit ein Rechtsanspruch für zivilgesellschaftliches Engagement gesichert ist.

Umso mehr gilt es für alle zivilgesellschaftlichen Organisationen Solidarität zu zeigen. Morgen kann es den Nächsten treffen!

Unter folgendem Link die Stellungnahme von Attac.