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Video-Konferenz: Bausteine einer Neuen Geldordnung:

Mo 2.11.2020 um 19:00-21:30

Kampagne: “Das Geld gehört uns!”

Autor Hajo Köhn
Vorwort

In Corona Fakten Nr. 5 hatte ich im Artikel „Mein Geld – Unser Geld“ geschrieben: „Es wird höchste Zeit, über „Mein Geld“ und „unser Geld“ nachzudenken und Konsequenzen zu ziehen.“ Spätestens nach der Finanzkrise 2008 gibt es kein gesellschaftliches Thema, das nicht mit den Themen Geld, Finanzsystem, Bankencrash, Verschuldung, Verteilung verbunden wird. Das Geldsystem wird zunehmend als Ursache und Treiber anderer Probleme gesehen. Kein Wunder, immer mehr Experten treten auf die Bühne und prophezeien nicht nur die Verschärfung der Probleme, sondern den gesellschaftlichen Untergang. Das ärgert mich. Ich mag keine „Alarmisten“, weder als Vertreter einer offiziellen Regierungspolitik noch als Gegner dieser Politik. Dahinter stecken oft Eigeninteressen wie Steigerung von Klickzahlen, Edelmetall-, Immobilien- oder Buchverkauf. Es gibt eher im Stillen viele Geldreformer, die sachliche und sinnvolle Vorschläge haben, allerdings entweder zu intellektuell oder zu kompliziert argumentieren.Die meisten Vorschläge enden im Frust, weil sie einen erheblichen gesetzlichen Reformbedarf voraussetzen und dazu eine mittelfristig nicht vorhandene parlamentarische Mehrheit erfordern.

Einige setzen auf „Bewegung von unten“, gründen z.B. Regionalwährungen oder sogar ein Bankhaus. Da dieser Ansatz „marktwirtschaftlich“ ist, scheitert er in der Regel an der mangelnden Konkurrenzfähigkeit zur offiziellen Währung. Also: was tun? Es gibt einen dritten Weg. Einen Weg der sowohl marktwirtschaftlich ist als auch innerhalb des Systems auf die herrschenden Regeln, Institutionen und Kräfte setzt.

Der Weg heißt: “Das Geld gehört uns“:

1. Es ist eine Bildungsoffensive, denn jeder, der sich auf den Weg macht, lernt, wie das Geldsystem funktioniert und wie man es verändern kann.

2. Es ist eine individuelle Existenzsicherung, weil jeder sowohl „sein“ Geld sichern als auch die Vorteile und den Service des bestehenden Systems weiter nutzen kann.

3. Es ist eine unternehmerische Existenzsicherung, weil gerade kleine und mittelständische Wirtschaftsstrukturen im Zahlungsverkehr und in ihrer Liquidität gesichert werden.

4. Es ist eine gesellschaftliche Existenzsicherung, weil das Finanzsystem, vor allem das Bankensystem, sicherer, aber auch weniger spekulativ wird (Einlagen kehren aus dem Schattenbankenmarkt wieder zurück).

5. Es ist ein gesellschaftlicher Emanzipationsprozess, weil individuelle Vorteile und gesellschaftliche Strukturen in einem transparenten Prozess verbessert und koordiniert werden.Der Weg kann individuell sein. Jeder kann sich um „sein Geld“ kümmern. Der Weg kann aber auch kollektiv sein: durch eine Kampagne „Das Geld gehört uns“, wodurch zum Ausdruck kommt, dass wir uns um „Unser Geld“, also die gesellschaftlichen Strukturen kümmern und als Souveräne das Hoheitsrecht beanspruchen. Der Vorteil ist: Beides kann parallel erfolgen und deshalb umso erfolgreicher sein.

Der Aufruf

1. Geht zu eurer Bank und verlangt ein Girokonto als Sicherungskonto. Es soll ein Guthabenkonto sein, außerhalb der Bankbilanz als offenes Treuhandkonto verwaltet werden und durch ein gesondertes Einlagensicherungskonto bei der Zentralbank gesichert sein (nach § 398 BGB). Geht diesen Weg konsequent bis auf Vorstandsebene.

2. Ruft die Bank auf, dieses Konto in Zeiten von Niedrigzinsen als Chance und Geschäftsmodell zu begreifen, denn Kunden erhalten Sicherheit, und die Bank als Dienstleister erhält Gebühren. Vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken sollten erhöhtes Interesse haben.

3. Gründet eine lokale Initiative, um öffentlichen Druck zu erzeugen. Vernetzt euch überregional, um z.B. gegenüber einzelnen großen Banken mehr Einfluss zu erreichen.

4. Wir wollen weg von der Sicherung unseres Geldes durch den Steuerzahler. Die Einlagensicherung begründet keinen Rechtsanspruch und ist, wenn überhaupt,nur bei Geldanlagensinnvoll, bei denenes um Existenzsicherung geht (z.B. Rente). Geldanlagen,um aus Geld mehr Geld zu machen, sind Teil eines persönlichen oder geschäftlichen Risikosund erlauben keine gesellschaftliche Absicherung.

Nachwort

Auf unserer Webseite www.mainfrankfurtverbindet.de sind mehrere Artikel zum Thema Sicherungskonten veröffentlicht. Am 02.11.2020 findet um 19.00 Uhr eine Online-Konferenz statt, auf der die Kampagnenidee diskutiert werden kann.

Anmeldung unter:

Kontakt

Texte als Download

Nähere Informationen zum Ablauf der Video-Konferenz:

Moderator NGO lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein. Thema: Bausteine einer Neuen Geldordnung
Uhrzeit: 2. November 2020 07:00 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

Zoom-Meeting beitreten:  
https://us02web.zoom.us/j/5982287774

Meeting-ID: 598 228 7774

Bitte beachten:

Ein Passwort ist nicht notwendig, das Meeting wird um 07.00 PM durch unseren Moderator aufgerufen, erst ab diesem Zeitpunkt kann man dem Meeting beitreten.

 

Zoom-Meeting beitreten über Tablet oder Smartphone:

Zoom-App installieren und dann die
Meeting-ID: 598 228 7774 eingeben

Details

Datum:
Mo 2.11.2020
Zeit:
19:00-21:30
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
,

Veranstaltungsort

Zoom-Videokonferenz
zuhause
Frankfurt/Main, Hessen Deutschland
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