Vortrag Hajo Köhn 4.9.2015 bei den Datenschützern Rhein-Main.

Für das Recht auf Bargeld

Grundrecht auf Informationelle Selbstbestimmung auch beim Geld

Am 4.9.2015 hat die Initiative Neue Geldordnung in Cooperation mit der Gruppe die Datenschützer Rhein Main im Saalbau Bornheim eine Veranstaltung zum Thema “Geld der Zukunft -Recht auf Bargeld ” durchgeführt. Hajo Köhn von der Initiative hat über die Themen “Geldschöpfung, Geldformen ,Digitales Geld referiert. Nach intensiver 2stündiger Diskussion war man sich einig die Themen weiter öffentlich zu diskutieren.

– Für informationelle Selbstbestimmung auch beim Geld.
– Recht auf Bargeld

Im folgenden Position (auch als PDF) zum Thema Bargeld:

Banken, der IWF, sogar Staaten wollen das Bargeld abschaffen. WARUM? Argumente wie Kosten und Praktikabilität sind vorgeschoben. Uns Bürgern wird die Freiheit der Wahl zwischen verschiedenen Geldformen (Münze, Schein, Konto) genommen. Wenn nur noch mit Bankgiralgeld bezahlt wird, sind wir Manipulationsmöglichkeiten und einer totalüberwachung ausgesetzt, privat und staatlich.
Wenn wir nicht auf Bargeld ausweichen können, können auch Negativzinsen auf Einlagen erhoben werden – eine schleichende Teilenteignung. In der jetzigen Geldverfassung darf die EZB mit Geld nicht Staaten, sondern nur Banken finanzieren. Das treibt nur die Vermögensmärkte (Blasenbildung) und macht Reiche noch reicher, Arme noch ärmer. Menschen, die keinen Internetzugang haben, Menschen, die kein Konto führen dürfen, Kinder, denen wir doch den Umgang mit Geld beibringen müssen, sie alle werden ohne Bargeld von der Gesellschaft ausgeschlossen.
Deshalb müssen wir das Recht auf Bargeld verteidigen. Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel, Zentralbank gesichert und einklagbar, Bargeld als praktische Geldform. Außerdem: Warum sollen wir Steuern in Bankgiralgeld bezahlen? Warum zwingt der Staat uns Bürger, in Geld zu bezahlen, das von Banken geschöpft wurde?
Gewiss: Digitales Geld ist praktisch. Wenn digitales Geld, sollte es nicht Bankengeld, sondern Zentralbankgeld (Giralgeld der Zentralbank) sein. Solange es keine vertrauensvollen Bedingungen für einen anonymisierten Zahlungsverkehr gibt, müssen wir umso mehr für das Recht auf Bargeld eintreten. Die Macht der Zukunft ist die Verbindung von Geld und Daten !
deshalb unsere Forderungen:

  • Grundrecht auf Informationelle Selbstbestimmung auch beim Geld
  • Gegen Totalüberwachung – Für anonymisierten Zahlungsverkehr
  • Für das Recht auf Bargeld
  • Sichere Konten – Sicherer Zahlungsverkehr – Sicheres Geld
  • Geldschöpfung nur durch unabhängige Zentralbanken
  • Gegen Bankengeldschöpfung – Für Vollgeld
  • Girokonten außerhalb der Bankbilanz

Ein Gedanke zu „Für das Recht auf Bargeld“

  1. Die deutsche Bundesregierung strebt eine Bargeldobergrenze von € 5.000,00 an. Über eine einheitliche Bargeldobergrenze in allen Euro-Staaten denkt gerade die EU-Kommission nach; das Ergebnis wird für Mai 2016 erwartet.
    *Die Bargeldobergrenze, ein Schritt zur Abschaffung des Bargelds?/

    Keine Bargeldobergrenze! Bargeld NICHT abschaffen!
    *Online-Petition jetzt unterschreiben:*
    https://www.change.org/p/bargeldk%C3%A4ufe-in-unbegrenzter-h%C3%B6he-beibehalten-keine-bargeldobergrenze/u/15884720?recruiter=57105129&utm_source=share_petition
    Wer etwas bewirken will, muss selbst aktiv werden!

    BundesbankPräs. Weidmann zweifelt an #Bargeldobergrenze: Nicht hilfreich gegen kriminelle Geschäfte

    Klaus Müller, Vorstand, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) , spricht Klartext:
    “Eine bargeldlose Welt müssten die Verbraucher teuer bezahlen”
    https://www.xing.com/news/klartext/eine-bargeldlose-welt-mussten-die-verbraucher-teuer-bezahlen-432

    Professor Max Otte: Wir sind auf dem Weg zum Kontrollstaat, die totale Kontrolle durch die Banken droht:
    https://www.youtube.com/watch?v=GrHhVCiV-2Y&ebc=ANyPxKoTr0xOsHnSz0nsKnuqxUEOLd1nisWHXbva1FCCmG1ueEoyba820nZSFLcr0diI74YmG4ZA

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